Waldemar Jercher

Heilpraktiker für Psychotherapie

Emotionale Heilarbeit                 

Innere-Kind-Arbeit 

Das „Innere Kind“ bezeichnet und symbolisiert einen Persönlichkeitsanteil in dem Teile des Seins, Fühlens und Erlebens aus der eigenen Kindheit gespeichert sind. Hierzu gehört das gesamte Spektrum intensiver Gefühle wie unbändige Freude, abgrundtiefer Schmerz, Glück und Traurigkeit, Intuition und Neugierde, Gefühle von Verlassenheit, Angst oder Wut.

Das Modell vom Inneren Kind findet heute in vielen thera-peutischen Richtungen Anwendung und war bereits in Freuds psychoanalytischen Theorien implizit angelegt, wurde aber lange Zeit nicht so benannt.

In der modellhaften Vorstellung eines Inneren Kindes, die ich in meiner Arbeit einsetze, werden tiefenpsychologische, psychodynamische und ganzheitlich humanistische Erkennt-nisse eingesetzt und in eine verständliche, nachvollziehbare und handhabbare Beschreibung innerer Prozesse übersetzt.

Die Vorstellung des „Inneren Kindes“ wird je nach Fall mit anderen inneren Elementen wie beispielsweise: „Innerer Erwachsener“, „Hilfreiche Wesen“ oder „guter, sicherer Ort“ verbunden.

Gemeinsames Ziel dieser Ansätze ist es, seelische Wunden aus der Vergangenheit und Gegenwart zu heilen, einen liebevollen Umgang mit sich selbst und anderen zu ermöglichen, falsche oder dys-funktionale Glaubens- und Lebensmuster zu erkennen und aufzulösen, um so den Herausforderungen des Lebens selbstverantwortlich und selbstkompetent zu begegnen, in die eigene Kraft zu kommen und das eigene Potential zu verwirklichen.
 

Noch ein paar Hintergründe....

In der Arbeit mit dem Inneren Kind wird davon ausgegangen, dass ein Mensch, der als Kind Traumatisierungen, wenig Liebe und Anerkennung erfahren hat und häufig durch Missachtung, Liebesentzug, Verlassenwerden oder Entwertung emotional verletzt wurde, in seinem Selbst-wertgefühl beschädigt ist. Solche schmerzhaften Erlebnisse werden zum Selbstschutz verdrängt. Dadurch sind diese aber nicht geheilt sondern zeigen sich im Erwachsenenalter in unbewussten und meist dysfunktionalen Denk-, Glaubens- und Handlungsmustern. 

Das Problem entsteht erst dadurch, weil nicht nur die schlimmen Gefühle ausgeklammert werden, sondern gleichzeitig auch der Zugang zu den positiven Gefühlen versperrt wird.

Es wird angestrebt, auf der einen Seite positives Erleben aus der Kindheit ins Bewusstsein zu heben und damit als Ressource nutzbar zu machen und auf der anderen Seite im „Hier und Jetzt“ die emotionale Zuwendung, die in der Kindheit gefehlt hatte, sich selbst eigenständig zu geben und so psychische Verletzungen aus der Kindheit zu heilen.

Es wird angenommen, dass die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung und danach, bedingungslos angenommen zu werden, Ausdruck frühkindlicher Grundbedürfnisse ist.

Das Ziel einer Therapie ist, eine liebevolle innere Verbindung zwischen dem Inneren Kind und dem liebevollen Erwachsenen herzustellen, um (wieder) Zugang zu den tiefen Quellen der Lebensfreude, Vertrauen, Kreativität und Intuition zu erlangen.

Durch die Annahmen und Heilung des Inneren Kindes können dysfunktionale Glaubenssätze in positive, unterstützende Glaubenssätze verändert werden:Ich bin bereit, meine Gefühle wahr-zunehmen und anzunehmen.Ich bin selbst verantwortlich für mein Glück und Wohlgefühl.Ich darf neugierig und verspielt, albern und spontan, lebendig und sensibel sein.Ich darf aber auch zornig und traurig sein, denn durch meine Selbstliebe erkenne ich, dass alle Gefühle wichtige Teile meiner selbst sind.Ich bin offen für Neues und Veränderungen in meinem Leben.Ich bin stark genug, für mich selbst zu sorgen und die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.

Steht der Mensch mit seinem Inneren Kind in einer liebevollen Verbindung, erlebt er das ganze Leben anders: Er fühlt sich liebevoll mit den Menschen und mit der gesamten Natur verbunden, weil er mit sich selbst verbunden ist. Diese innere Verbindung ist eine große Kraftquelle und stellt eine uner-messliche Ressource dar.

Die Arbeit mit dem Inneren Kind ist eine Form der aufdeckenden Psychotherapie. Sie setzt eine gewisse Stabilität des Klienten zur Bearbeitung voraus und wird nur nach einem ausführlichen Vor-gespräch im geschützten therapeutischen Rahmen durchgeführt.

Wir gehen zunächst immer von einer problematischen Alltagssituationen aus und aktivieren die nöti-gen Ressourcen. Sollte sich zusätzlich ein Zusammenhang mit traumatischem Material des inneren Kindes zeigen, nähern wir uns ganz behutsam der Thematik.

Die therapeutische Arbeit mit dem Inneren-Kind-Ansatz hat sich als sehr effektiv erwiesen. Die Ver-änderung durch diese Arbeit ist sehr tiefgreifend und setzt ein hohes Maß an Kraft, Lebensfreude und Kreativität frei.